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Geschichte:
Der größte tschechische Kurort, im Jahre 1370 zur königlichen Stadt
erhoben. Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts gab es hier überwiegend
private Kuranstalten. Zum großen Aufschwung des Kurwesens kam es
erst in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und besonders im 19.
Jahrhundert. Von den zwölf Mineralquellen (42 - 72 °C) ist der Sprudel
am bekanntesten, der 2000 Liter Wasser pro Minute bis in die Höhe
von 12 m auswirft. Die Kurbehandlung beruht insbesondere auf Trinkkuren
und Bädern, die in Verbindung mit Diät und Spaziergängen besonders
die Krankheiten des Verdauungstrakts und die Krankheiten des Stoffwechsels
heilen. Die ältesten Bauten sind Zámecká vìž ("der Schlossturm")
aus dem Jahre 1604, der an der Stelle der Jagdburg Karl IV. erbaut
wurde, die spätgotische St. Andreaskapelle aus der Zeit um das Jahr
1500, weiter dann die barocke Kirche der hl. Maria Magdalena aus
den Jahren 1732-36 nach den Plänen von K. I. Dienzenhofer gebaut
und die rechtgläubige hl. Peter und Pauluskirche aus den Jahren
1893-98, eine Nachahmung byzantinischen Kirchenhauses. Die neurenaissance
Mühlenkolonnade (Mlýnská kolonáda) mit drei Schiffen wurde in den
Jahren 1871-81 nach einem Projekt von J. Zítek gebaut. Sie hat eine
Länge von 132 m und eine Breite von 13 m und sie deckt 5 Quellen.
Weiter gibt es die hölzerne, ausgeschnitzte Marktkolonnade (Tržní
kolonáda) aus dem Jahre 1883, die eiserne Kolonnade an der Parkquelle
(Sadová kolonáda) aus den Jahren 1892-95, die Schlosskolonnade (Zámecká
kolonáda) im Jugendstilgeist aus den Jahren 1911-13 und auch die
jüngste neue Sprudelkolonnade (Vøídelní kolonáda). In der Stadt
befindet sich eine Reihe von Heilanstalten und Kurhäusern. Der prunkvollste
Bau ist das im Jugendstil gebaute Bad I (das ehemalige Kaiserbad,
heute ein Casino) aus den Jahren 1881-91, die Militärheilanstalt
aus den Jahren 1850-55, das Sanatorium Imperial aus den Jahren 1910-12,
das Bad III und weitere. Zu bedeutenden Gebäuden können auch das
V. Nezval-Theater oder das Grandhotel Pupp aus den Jahren 1891-93
gezählt werden. Dem Kurmilieu gibt die endgültige Gestalt eine Reihe
von Statuen, Denkmälern, Gedenktafeln und in den Wäldern oberhalb
der Stadt eine Reihe von Aussichten, Altanen und Pavillons.
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